MCU Unterwegs

Berichte der Aktivitäten im Jahr 2022

Frostausfahrt am 13.03.2022

Die Frostausfahrt im März hat ja inzwischen schon Tradition, aber ebenfalls hat das nicht berechenbare Wetter Tradition. Die Chancen, dass die Ausfahrt stattfinden kann, dürften so etwa 65% betragen, so etwa jedes Dritte Mal hatten wir Schnee in der Vorhersage. Aber dieses Mal hatten wir wieder richtig Glück:

16°C bei strahlend blauem Himmel und fast windstill, da kommen ja schon Frühlingsgefühle auf. Da man im Voraus das Wetter nicht kennt war diesmal eine verhältnismäßig kurze Ausfahrt mit 130 km angesagt. Bei diesen Bedingungen kamen sie alle aus den Löchern: 23 Teilnehmer auf 21 Mopeds dürfte der Rekord bei der Frostausfahrt sein. Angesichts des Luxus von 3 Tourguides machten wir bei den vielen Teilnehmern sogar 3 Gruppen: Schneller, mittel und gemäßigt.

Es ging über Mundelsheim, Winzerhausen in die Löwensteiner Berge, dann einmal großräumig um Mainhard drumherum (Umleitung wegen Baustelle) und über Wüstenrot, Prevorst, Großbottwar, Pfahlhof, Besigheim zurück. Wegen der Umleitung waren es 144 km und wegen der ausgedehnten Pausen beim schönen Wetter dauerte die Ausfahrt 4 Stunden.

Schön wars, so kann das Jahr weiter gehen.

Eröffnungsausfahrt am 23.04.22

Die Corona-Vorschriften sind weitgehend entfallen, das Wetter spielte ganz gut mit und somit konnte die Eröffnungsausfahrt des MCU stattfinden. Es trafen sich 14 Teilnehmer auf 13 Mopeds. 2 neue Vereinsmitglieder und einen Gastfahrer durften wir begrüßen.

Es ging über insgesamt etwa 320 km nördlich von Bruchsal ins Rheintal, weiter in die Pfalz an Bad Bergzabern vorbei nach Dahn. Dort in Richtung Süden nach Frankreich rein. Dort waren die Strassen leer!
Nachdem wir die schöne Gegend angegrast hatten mussten wir an die Heimfahrt denken. Nach Osten wieder ins Rheintal, südlich von Raststatt über die Grenze und über Kuppenheim, Marxzell, Höfen, Tiefenbronn nach Oberriexingen zu Harry.

Der Tag konnten wir mit einer kleinen Saison-Eröffungsfeier Abends schön ausklingen lassen.

Kaffeefahrt am 15.05.2022

Bei bestem Wetter war wieder die erste Kaffeefahrt traditionsgemäß im Mai angesagt. Die Teilnehmerzahl war wieder enorm hoch (22 Personen auf 18 Mopeds), so dass wir wieder vom Luxus von 3 Tourguides gebrauch machen konnten. Wir konnten sogar 4 Gastfahrer willkommen heißen.
Der Start verzögerte sich etwas, da neben unserem Treffpunkt im Industriegebiet von Unterriexingen auf einem Abstellplatz ein PKW abgebrannt war und sogar noch rauchte. Polizei wurde alarmiert, aber die Wartezeit betrug nur 15 Minuten (leicht zu verschmerzen).
Die Tour ging dann über Aurich, Unterreichenbach, Oberreichenbach über viele kleine Straßen in Richtung Süd-West in den Schwarzwald. Vor Freudenstadt bogen wir nach Norden ab um nach Forbach ins Cafe Henriette einzukehren. Dies ist ja bei einer Kaffeefahrt Pflicht! Bis hier hin hatten wir erfreulich wenig Verkehr und konnten die Fahrt voll genießen. Nach dem Kaffee ging es über die Rote Lache, Bad Herrenalb nach Höfen. Um nicht durch Pforzheim durchfahren zu müssen wurde von hier ab die letzte Etappe improvisiert um uns zum Abschluß in der Enzwiesen zu treffen.
Fazit: 235 km durch den Nordschwarzwald bei Bilderbuch-Wetter in 3 kleinen Gruppen: Motorradfahrer was willst du mehr? Danke an die Tourguides Harald, Albe und Uwa.

Kaffeefahrt 2 am 12.06.22

Liebe Motorradfreunde, letzten Sonntag fand bei strahlendem Sonnenschein unsere 2. Kaffeeausfahrt in diesem Jahr statt.

Pünktlich um 09:45 Uhr starteten 9 Motorräder und 3 Beifahrerinnen zu unserer 240 km langen Rundtour,  die uns über das Kraichtal – Sinsheim – Mosbach  nach Löwenstein und von dort zurück nach Unterriexingen führte.Die erste Pause wurde nach 70 km auf der Burg Steinsberg  oberhalb von Sinsheim  eingelegt, von wo aus wir einen herrlichen Fernblick Richtung Norden hatten.

Anschließend fuhren wir nach Mosbach ins Cafè Time Out, in dem wir uns eine längere Pause bei  Kaffee, Waffeln mit frischen Früchten und Eis gönnten.Die etwas sportlichere Gruppe nutzte anschließend bei der Weiterfahrt die Gelegenheit auf dem Motorradtreffpunkt „Platte“ in den Löwensteiner Bergen unser Plakat für unseren Kelterrock, der am 16.07.2022 stattfindet, anzubringen.

Beide Gruppen trafen sich zum letzten gemeinsamen Stopp auf einem Parkplatz kurz nach Löwenstein um anschließend die Heimfahrt anzutreten.

In der Vereinsgaststätte Enzwiesen ließen wir diesen schönen Motorradtag ausklingen. Motorradfahren in der Gruppe macht einfach Spaß! Vielen Dank fürs Dabeisein!

Übrigens: Gastfahrer sind jederzeit herzlich willkommen.

Eure Tourguides Klaus und Harald

MCU Hauptausfahrt 2022 durch die Pyrenäen (vom 14.6. bis 26.6.2022)

Anfahrt
An Anfahrt erfolgte wegen der großen Entfernung von etwa 1200 km flexibel und unterschiedlich. Fest war nur der Treffpunkt an der Unterkunft in Montauban zum Abendessen am Donnerstag 16.6.22
3 Teilnehmer fuhren in 3 Tagen über Landstraßen, 2 Teilnehmer in 1,5 Tagen mit viel Autobahn. Weitere 4 Teilnehmer kamen mit Autos und Anhänger. Wir waren somit 9 Fahrer. Nach dem Treffen in Montauban fuhr Alex wieder Heim, weil er arbeiten musste. Zu Acht ging es weiter.
Die 3-tägige Anfahrt ging durch etwa 6 Nationalparks bei bestem Wetter, anfangs bei 29°C am Ende bei 40°C. Wegen der Nationalparks über viele kleine Straßen, keine Autos, keine Menschen, kein Verkehr, einfach nur Straßen in der Natur. Toll wenn man 30 km am Stück ohne Ortschaften und Autos fahren kann.
Die Hauptausfahrt selbst (etwa 2200 km):
Nach einer 312 km Anfahrt an den Atlantik nach Saint-Jean-de Luz über schöne Strecken, kaum Höhenmeter, aber schöne schmale lange Straßen, ging es bei Rekordtemperaturen von 41°C an einem typischen Touristenstrand zum Baden in den Atlantik, der seltsamerweise kaum Wellen und warmes Wasser hatte.
Die erste Etappe in den Pyrenäen ging bei fast 44 °C zuerst an San Sebstian vorbei (da wurden wir gegrillt!) dann durchs Baskenland (Spanien und Frankreich) nach Saint-Jean-Pied-du-Port in ein Pilgerhotel. Erste Pässe wurden gefahren. Es waren viele Pilger auf dem Jakobsweg unterwegs.
Bei deutlich angenehmeren Temperaturen ging es durch deutlich bergigeres Gelände (5 Pässe) immer zwischen Spanien und Frankreich wechselnd nach Jaca. Hotel in der Fußgängerzone mit extrem begrenzten Parkplatzangebot.
Der Mittwoch 20.6. war der Tag der Pässe. Es ging über 7 Stk., darunter die bekannten Portalet, Aubisque, Soulor, Tourmalet, Aspin, Portillon. Das Fahren machte bei sommerlichen Temperaturen richtig Spaß.
Der folgende Tag ging durch sehr enge Schluchten und hatte 3 Pässe. Die geplante Route an vielen Seen vorbei war wegen gesperrter Straßen nicht realisierbar. Abends bezogen wir 2 Holzhütten auf einem Campingplatz bei Montferrer. Bei heftigen Regen (nur Abends/Nachts) genossen wir eine gigantische Vesperplatte in den Holzhütten.
Am Mittwoch 22.6. ging es bei bestem Wetter durch Andorra auf die 2 höchsten Passe der Ausfahrt (2200 und 2400 m) sowie den Chiualla in Frankreich. Der „Skywalk“ in Andorra wurde auch genossen. Wegen einer Moped-Reparatur musste die Route nach Foix abgekürzt werden. Hier in Foix verließen uns 2 Fahrer und es ging zu sechst weiter.
Bei bestem Motorradwetter ging es die letzte Etappe durch die Pyrenäen über einige kleine und einen hohen Pass ans Mittelmeer nach Le Barcares, wo wir bei 36°C und starkem Wind im Mittelmeer baden konnten. Da Hotel lag direkt am Strand!
Zurück nach Montauban ging es über 300 km durch den Nationalpark „Haute Laguedoc“ der auch einen Pass bot. Kurz bevor wir die Strecke fuhren hatte es sehr stark geregnet, die Straßen waren nass aber wir blieben trocken. Die anderen 2 Autofahren verabschiedeten sich von uns in Montauban bei einer super Vesperplatte im Garten bzw. Parkplatz des Klosters.
Heimfahrt
Übrig blieben 4 Fahrer, die in 2 Tagen die 1200 km nach Urix hinter sich brachten. Davon war ein Tag wunderschöne Tour bei tollem Wetter durch 3 Naturschutzgebiete und ein Tag über Autobahn bei 17°C über 300 km im Dauerregen durch Frankreich und 30°C und schönem Wetter in Deutschland.
Fazit
Eine Ausfahrt der Rekorde: Es dürfte die größte Ausfahrt des MCU (13 Tage, 4600 km) gewesen sein. Innerhalb 7 Tage sowohl im Atlantik als auch im Mittelmeer zu baden hatten wir auch noch nicht. Und bei bis zu 44°C Moped zu fahren stellt wohl einen weiteren Rekord dar. Auch organisatorisch hat diese komplexe Planung perfekt hingehauen. Viel gesehen, sehr viele Pässe und noch viel mehr Kurven gefahren, die Pyrenäen haben sich gelohnt!

10. Kelterrock am 16.07.2022

Erfolgreicher Kelterrock!

Bei traumhaftem Wetter feierte der MCU am 16.Juli seinen Jubiläums-Kelterrock. Um 19:00 Uhr öffneten wir die Tore der Kelter für unsere Gäste, die sich nun auf einen wunderschönen Konzertabend freuen konnten. Als Besonderheit zum 10. Jubiläum hatten wir Wolfgang und Tobias Fessler von der Fesslermill Destillerie Sersheim auf den Kelterplatz eingeladen die uns mit Whiskey, Gin und zahlreichen anderen Spirituosen verköstigten. Nach und nach füllte sich der Platz vor der Kelter, so dass dann auch pünktlich zum Start der ersten Band alle Plätze belegt waren. Als erstes wärmten „Goosberry5“ das Publikum so richtig auf.
Nachdem die Stimmung angeheizt war, begann „Overload“ ab etwa 21:00 Uhr zu „rocken“. Astreiner Rock nach dem Geschmack der Gäste. Gegen später wurde es draußen etwas kühler, was die Gäste in die Kelter direkt an die Bühne trieb. Da war es dann sehr gemütlich und die Stimmung stieg noch weiter. Die Zeit verging wie im Flug und so spielte „Overload“ weit nach Mitternacht ihre letzten Zugaben.
Wir danken unseren Bands recht herzlich für die tolle Musik und die gute Stimmung, auch den Ton und Lichttechnikern für den guten Sound und Lichteffekte.

Wir wollen allen Besuchern und Gästen fürs „mitrocken“ Danken, ohne euch wäre das alles natürlich nicht möglich, und wir hoffen euch auch nächstes Jahr wieder auf dem Kelterplatz begrüßen zu dürfen.

Zudem einen Dank an alle Freunde und Gönner des Vereins, die uns finanziell oder materiell unterstützt haben, die da wären: – Musikverein Unterriexingen , – Getränke Rühle, – Metzgerei Bock , – Autohaus Link, – Tom´s Reifenservice, – Gaststätte Enzwiesen – Besen am Backhaus Fam. Mattes, – Zia Lucia Trattoria, – Dorfmarkt Schütz, – Dick Elektro, – Wezet Beschriftungsfabrik (alle aus Unterriexingen), – Markus Strauss Grafik „Mehrstetten“ – Fesslermill Destillerie „Sersheim“,- MSR Einspurfahrzeuge „Kleinglattbach“ und die VR Bank Ludwigsburg

4 Tagestour in das Französische und Schweizer Jura 21.- 24.07.2022

Am 21.07.22 trafen sich um 7.45 an der Tanke in Uri 12 Personen mit 9 Motorrädern zur Abfahrt in 2 Gruppen. Bei noch moderaten Temperaturen machten wir um 9.30 Uhr eine erste Pause in der Nähe von Strasbourg. Weiterfahrt in die Vogesen; nach einem Tankstop in St. Marie aux Mines fuhren wir die Route des Cretes bis nach Cernay zur Mittagspause. Dort waren es dann schon 35 Grad, die restliche Strecke von ca. 150 km wurde mit einem Stück Autobahn abgekürzt und bei Besancon gab es vor dem Ziel auch noch einige Umleitungen zu meistern.
Gegen 18 Uhr erreichten wir das Hotel am Fluss Loue im französischen Jura, wo noch ein weiterer Teilnehmer zu uns stieß. Mit einem guten Abendessen auf der Terrasse klang der Abend aus.
Am Freitag fuhren wir über St. Hippolyte ins Schweizer Jura und erkundeten den Fluss Doubs und seine tiefen Schluchten. Zum Abschluss wurde noch ein Klettersteig angefahren („die Leitern des Todes“), trotz ähnlich hoher Temperaturen wie auf der Hinfahrt waren es über 300 km bis zur Rückkehr ins Hotel.
Am Ufer der Loue klang der Abend aus.
Am Samstag teilten sich die Teilnehmer auf. Eine Gruppe fuhr in den südlicheren Teil des Jura und besichtigte u.a die Quelle der Doubs Richtung Genfer See, zwei Fahrer erkundeten die nähere Umgebung (Kleinstadt Ornans, Quelle der Lison, Teufelsbrücke und die Saline von Salins les Bains).
Mit gut gekühltem Craft Bier wurde die Zeit zum Abendessen überbrückt. Am Sonntag erfolgte die Rückfahrt über das Jura Richtung Basel, ein Teil der Gruppe fuhr wegen der hohen Temperaturen ab dort über die Autobahn heim. Der größere Teil nahm die Route durch den Schwarzwald und der Abschluss erfolgte in der Pizzeria in Unterriexingen.
Obwohl nur 4 Tage unterwegs, waren am Ende doch wieder 1500 km auf der Uhr. Alle genossen die schöne Landschaft und die leeren Straßen und ließen sich durch tropische Temperaturen nicht abschrecken.

Sommerausfahrt ins Land der 8 Tausender mit anschließendem Grillfest am 13./14.08.2022

Die Sommerausfahrt stand wieder an und da wir letztes Jahr bei der Sommerausfahrt so viel Pech mit dem Wetter hatten, wurde kurzerhand die gleiche Tour der Sommerausfahrt 2021 wieder gemacht. Diesmal bei fantastischem Wetter, so dass man die Kurven auch anständig fahren konnte.

Es ging ins Land der 8 Tausender, der Zollernalb (die heißt so, weil sie 8 Gipfel über 1000 m Höhe hat). Die Straßen gingen nicht ganz so hoch, aber 950 m erreichten wir auch. Wir waren 16 Teilnehmer auf 14 Maschinen, 2 Gastfahrer waren auch dabei.

Es ging über Weilimdorf, S-Vaihingen, dem 7-Mühlental durch Tübingen durch und machten die erste Rast an einem Bäcker hinter Mössingen kurz vor dem Albaufstieg. Dann kam der interessante Teil: Immer den Albtrauf hoch und runter, um Albstadt herum bis wir zur Mittagspause in der Berghütte Meßstetten ankamen. Heimfahrt über Balingen, um Haigerloch herum, nach einer Pause bei Rottenburg ein Stück Autobahn um dann über Renningen, Iptingen und Vaihingen/Enz nach Horrheim auf Peter’s Stückle zu fahren.

Abends gab es dann ein tolles Grillfest mit Burgern und Kaltgetränken. Waren tolle 290 km bei bestem Wetter und gelungenem Grillabend. Ein Dank an die Tourguides Wolfgang und Markus für die gelungende Tour und an Peter für die Bereitstellung des „Festgeländes“.

2 Tag Campingausfahrt in die Vogesen am 27./28.08.2022

Zur inzwischen etablierten 2 Tage Campingtour ging es diesmal in die Vogesen. Angemeldet hatten sich 8 Personen, jedoch waren wir beim Start nur 5 Personen, nachdem aus diversen Gründen 3 kurzfristige Ausfälle zu verzeichnen waren.

Vor der Ausfahrt war es tagelang kochentrocken und heiß, nur unser Samstag da war laut Wettervorhersage der einzige Regentag weit und breit angesagt. Was soll’s, es gibt ja kein schlechtes Wetter sondern nur ungeeignete Ausrüstung.

Hinfahrt (etwa 360 km)
Es ging bei Nieselregen durch den Schwarzwald und bei Achern ins Rheintal. Ein Stück Autobahn muste sein, damit die Ausfahrt nicht zu lange wurde. Leider bekam ein Fahrer eine schlechte Nachricht und musste sofort heimfahren, da waren es nur noch 4. Hinter Colmar ging es in die Vogesen wo uns ein Unwetter erwischte. Es kübelte derart, dass das Wasser mehrere cm hoch auf der Strasse stand und Geröll mitgeschwemmt wurde. Sehr schwer zu fahren, Schlaglöcher waren nicht mehr erkennbar. Als das überstanden war ging es ein ganz tolles schmales Sträßchen etwa 15 km von 250 m ohne jeglichen Abzweig hoch auf die Route-des-cretes zum Grand Ballon auf knapp 1400 m. Zum Campingplatz „Camping Schlossberg“ ging es noch ein etwa 20 km langes Sträßchen runter auf etwa 500 m.

Der Campingplatz
Obwohl wir für 8 Personen reserviert hatten waren die Platzeigentümer ganz locker drauf. Es war sehr wenig Betrieb und wir hatten freie Platzwahl. Das obligatorische Ankommens-Bier war kein Problem und die Sanitäranlagen topp in Schuss. Ganz anderes Niveau als 2021! Das Restaurant war proppevoll und hatte uns sehr angenehm mit dem Essen überrascht. Noch Baguette und Croissant für das Frühstück bestellt und den Abend ausklingen lassen.
Frühstück gab es in der Bar (mit Kaffee!) um 8:30 Uhr, da waren die Mopeds bereits fertig gepackt. Das frühe Aufstehen hat super geklappt.

Heimfahrt (etwa 360 km)
Bei perfektem Motorradwetter (20 … 25 °C, heiter bis wolkig, trocken) starteten wir um etwa 9:20 Uhr um die Vogesen von Süd nach Nord zu durchqueren (etwa 260 km bis Wissembourg). Ein Stück die Rotes-des-Cretes, weiter an der Westflanke der Südvogesen hoch bis östlich von Saarburg um die Schiffshebeanlage zu bestaunen. Weiter ging es durch die flacheren Nordvogesen durch viele einsame schmale Sträßchen hoch nach Wissenbourg. Hier machten wir ein Abschieds-Abendessen, damit jeder anschließend nach einer gemeinsamen Autobahnetappe auf direktem Weg nach Hause fahren konnte.

Fazit:
Die Vogesen sind einfach schöner als der Schwarzwald, jedoch ist der besonders interessante Süden schon weit weg von Zuhause. Bei einer 2 Tagestour kann man das richtig genießen, nur hätte der Wettergott das Unwetter weglassen können.

Alpenausfahrt 10. – 14.09.2022

Die diesjährige Alpentour ins Trentino stand im Vorfeld unter keinem guten Stern, so schrumpfte die Teilnehmerzahl von Anfangs 14 auf letztendlich 7 Personen. Das Hotel Cristallo zeigte sich jedoch sehr kulant und berechnete keinerlei Stornokosten, auch nicht als Coronabedingt 4 Tage vor Abreise noch ein Zimmer storniert wurde.

Anfahrt Samstag 10.09.22
Die Anreise stellte uns dann vor die nächste Herausforderung:
Abfahrt in Uri um 7:30 Uhr.Wegen einer ausgefallenen Beleuchtung gab es auf der Suche nach einer H1 – Birne die erste Verzögerung, Nach einsetzendem Regen fing dann kurz vor Kempten ein Moped an herumzuzicken und wurde letztendlich kurz vor Reutte stehengelassen. Nach Umladen von Gepäck und Fahrer ging es dann weiter.

Wegen viel Verkehr gab es dann Staus vor Reutte, am Fernpass und am Brenner, gefühlt ein einziger Stau durch ganz Österreich. Nach der Grenze zu Italien wurde es besser – die ersten Sonnenstrahlen zeigten sich und als wir Sterzing hinter uns ließen und ins Sarntal abbogen hatten wir auch den letzten Stau hinter uns gelassen. Die Strecke über das Penser Joch ließ dann das erste richtige Kurvenfeeling aufkommen.

Die restliche Anfahrt verlief problemlos und nach 540 km kamen wir um 19.15 Uhr rechtzeitig zum Abendessen im Hotel an. Tolles Hotel, tolles Essen.
=> gefahrene Route => Höhenprofil

Das Wetter der nächsten Tage sollte uns mit Temperaturen von 24 bis 28°C und strahlend blauem Himmel dann für die Strapazen entschädigen.

Sonntag 11.09.22
Am nächsten Tag der nächste Ausfall, diesmal wegen Krankheit. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es mit reduzierter Mannschaft los zur ersten Tour die in den Norden führte, Gesamtstrecke ca. 255 km. Die Strecke führte zunächst hinauf nach Roncegno mit herrlichen Blicken ins Tal. Bei Telve zweigte die Straße ab und kurvenreich ging es hinauf auf den Passo Manghen. Bei der Auffahrt gab es vereinzelt Hindernisse wie Kuhfladen, Kühe auf der Straße und Autofahrer die keinen Platz machten.

Dann ging es weiter zum Passo di Lavaze wo wir auf der Passhöhe eine Rast einlegten. Von dort aus über traumhafte Strecken, mal breit, mal schmal, ins Val di Cembra. Der Fahrspaß erhielt dann einen starken Dämpfer als wir bei einer weiteren Rast Zeuge eines schweren Motorradunfalls wurden. Die Tour wurde dann abgebrochen und mit einem mulmigen Gefühl im Bauch fuhren wir langsam zurück. Im Hotel angekommen, ein paar Biere später und nach einem Bad im Pool legte sich die Aufregung langsam wieder.
=> gefahrene Route
=> Höhenprofil

Montag 12.09.22
Der nächste Tag führte uns nach Westen zunächst an den Lago di Garda und dann hinauf an den Lago di Tenno und kurvenreich weiter über den Passo Durone und Passo Daone nach Sarche. Von dort aus weiter auf den Passo Bondone mit traumhaften Ausblicken ins Tal. In endlosen Kurven und Kehren ging es dann hinunter nach Trento.

Nach Übernahme eines Leihmotorrads führen wir zum Eingewöhnen über einen weiteren Pass wieder zurück, Gesamtstrecke ca. 260 km.
=> gefahrene Route => Höhenprofil

Dienstag 13.09.22

Der letzte Tag führte uns nach Osten auf den Monte Grappa von wo auch das Gruppenbild stammt. Wie immer ging es über verkehrsarme, kurvenreiche Straßen und bei bestem Wetter durch die traumhafte Landschaft – Genuss pur! Gesamtstrecke 280.
Den Tag konnten wir bei Live Musik (Rock’n’Roll) ausklingen lassen
=> gefahrene Route
=> Höhenprofil

Ein Genuss war auch unser Hotel – ob Frühstücksbuffet, Abendessen, Ausstattung, schöne Zimmer, freundliches Personal – alles hat super gepasst und ist alles in allem nochmal eine Reise wert.

Mittwoch 14.09.22
Heimfahrt. Superpünktlich konnten wir um kurz vor 9:00 starten. Um Zeit zu gewinnen ging es bis Meran auf der Autobahn, dann bei Höllenverkehr durchs Passeiertal um das Timmelsjoch zu erklimmen. Hat Spass gemacht, nur war oben ziemlich dichter Nebel, nix mit Aussicht. Die alternative Strecke zum Fernpass übers Hahntennjoch und durchs Lechtal nach Reutte war super gut. In Reutte konnten wir das stehen gebliebene Moped wieder in Betrieb nehmen, es hatte sich selbst repariert und hielt bis Zuhause durch.
Leider war ab Reutte auch Regenzeug angesagt. Mehr oder weniger regnete es den kompletten Heimweg auf deutschen Straßen. Um etwa 19:00 waren alle wohlbehalten Zuhause
=> gefahrene Route => Höhenprofil

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